Nach langen Jahren hinter Baugerüsten und Absperrungen konnte der Eichstätter Dom endlich wieder betreten werden – sehr zur Freude des Vereins d’Wintershofer, der sich im Rahmen einer Domführung ein Bild vom rundum erneuerten Wahrzeichen machte. Begleitet wurde die Gruppe von Angelika Süß, die mit Fachwissen, Begeisterung und einer guten Portion Charme durch die ehrwürdigen Mauern führte.
An jenem eisigen Oktoberabend wurde schon am Domplatz klar: Angelika hat mehr über diesen Dom zu berichten, als wir alle je zu erinnern in der Lage sind. 😊 Vom 8. Jahrhundert bis heute, von Frühromanik bis Barock – der Dom ist ein echtes Baustil-Mosaik. Oder wie man es augenzwinkernd sagen könnte: ein architektonisches Patchwork mit göttlicher Genehmigung.
Während der Führung wurde deutlich, dass der Eichstätter Dom kein Bauwerk „aus einem Guss“ ist. Vielmehr erzählen seine Mauern von über tausend Jahren Baugeschichte: von der ersten Bischofskirche des 8. Jahrhunderts über romanische, gotische und barocke Elemente bis hin zu modernen Ergänzungen. Eine wahre Zeitreise durch die Architekturgeschichte, wobei die Gruppe besonders durch die filigrane Steinbearbeit im Pappenheimer Altar aus dem 15. Jahrhundert, beeindruckt war.
Die umfangreiche Generalsanierung zog sich über mehrere Jahre und erfolgte in drei Bauabschnitten von Westen nach Osten. Dachstühle wurden statisch ertüchtigt, Gewölbe gedämmt, Fassaden und Fenster saniert, Maßwerke restauriert und der Innenraum gründlich gereinigt. Auch moderne Elemente hielten Einzug: neue Beleuchtung, Blitzschutz, Brandmeldeanlage, barrierefreier Zugang und ein verbesserter Schutz für die Orgel.
Am Ende waren sich alle einig: Diese Domführung war nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam. Dank Angelika Süß wurde Geschichte lebendig, der Dom greifbar – und der Verein d’Wintershofer ging mit dem guten Gefühl nach Hause, einem echten Schatz wieder neu begegnet zu sein. Und ganz ehrlich: So frisch saniert hat man den Dom wahrscheinlich nur einmal pro Jahrtausend.









